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Kommunikation | Silke Hanheide

05 November 2018

Elterntraining „wir2“ hilft Alleinerziehenden BARMER unterstützt Kommunen bei gezielten Trainings

 

Wuppertal/Gütersloh, 5. November 2018 – In Deutschland gibt es mehr als 2,6 Millionen alleinerziehende Eltern. Deren Alltag ist mitunter sehr belastend, wodurch auch ihr Krankheitsrisiko steigt. Um die Gesundheit Alleinerziehender zu verbessern, unterstützt die BARMER zusammen mit der Walter Blüchert Stiftung zehn Kommunen, die bei sich das Elterntraining

„wir2“ anbieten wollen. Es hilft Alleinerziehenden mit Kindern im Vor- und Grundschulalter, achtsam mit sich und ihrer Gesundheit umzugehen. „Allein mit einem oder gar mehreren Kindern stehen Mütter und Väter vor großen Herausforderungen. Daher möchten wir vor allem Kommunen mit einem hohen Anteil Alleinerziehender ermuntern, ‚wir2‘ vor Ort umzusetzen“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Dazu könnten sie einen Förderantrag bei der BARMER einreichen, um im Rahmen des Präventionsgesetzes finanziell unterstützt zu werden.

 

Training für achtsamen Umgang mit der eigenen Gesundheit


Bei dem „wir2“-Training lernen die Teilnehmenden in 20 Gruppentreffen, schwierige Situationen im Alltag besser zu bewältigen. In vier Modulen geht es in angeleiteten Übungen um den Umgang mit Konflikten, Belastungen und um kindliche Freiräume. „Bei bisherigen ‚wir2‘-Teilnehmern konnten wir einen statistisch signifikanten und nachhaltigen Rückgang psychosomatischer Beschwerden feststellen. Auch kindliche Verhaltensauffälligkeiten nahmen deutlich ab“, so Prof. Gunter Thielen, Vorstand der Walter Blüchert Stiftung.

 

Teilnehmende Kommunen suchen passende Einrichtungen aus


An „wir2“ interessierte Kommunen müssen eine passende Einrichtung, etwa eine Kita und zwei Betreuer für die Kursdurchführung benennen. Die Betreuer werden von der Stiftung in einer dreitägigen Schulung zum „wir2“- Gruppenleiter ausgebildet. Im Jahr 2019 können sich laut BARMER weitere 20 Kommunen bewerben.


Infos unter www.wir2-bindungstraining.de und www.barmer.de/g101416

 

 

Über die BARMER:


Die BARMER betreut rund 9,2 Millionen gesetzlich Versicherte und gehört damit zu den größten Krankenkassen in Deutschland. 400 Geschäftsstellen bundesweit, moderne Online-Services und eine durchgängig erreichbare Telefon-Geschäftsstelle gewährleisten eine zügige Erledigung der Kundenanliegen. Zu den gesetzlichen Aufgaben der BARMER gehört insbesondere auch die Erbringung von Leistungen zur Prävention in unterschiedlichen Lebenswelten. Die BARMER hat sich zum Ziel gesetzt, ein besonderes Augenmerk auf die Vorsorge bereits bei jungen Menschen zu legen und damit deren Gesundheitsbewusstsein zu fördern.

 

Über die Walter Blüchert Stiftung:


Die Walter Blüchert Stiftung hilft Menschen in Not dabei, ihr Potenzial zu entwickeln und erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das Stiftungsengagement reicht von der Förderung und Begleitung von Grundschulkindern über erfolgreiches Übergangsmanagement durch Schul- und Ausbildungsmaßnahmen, Hilfe für junge Flüchtlinge und Alleinerziehende bis zur Einbeziehung von Senioren als Mentoren für junge Menschen. Alle Programme der Walter Blüchert Stiftung verfolgen das Ziel, Zuwendung zu geben und die Betroffenen in ihren Kompetenzen und ihrem Selbstvertrauen zu stärken. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, System-Barrieren auch auf gesellschaftlicher Ebene zu überwinden, um sich selbst zu helfen, aber auch, um einen nachhaltigen Beitrag für Wirtschaft und Gemeinwohl leisten zu können.

 

Pressekontakt:


Walter Blüchert Stiftung

Silke Hanheide
Tel. 05241 179 49 14
E-Mail: presse@remove-this.walter-bluechert-stiftung.de

 

BARMER
Athanasios Drougias
Tel.: 0800 33 30 04 99 14 21
E-Mail: athanasios.drougias@remove-this.barmer.de

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01 Februar 2018

Weniger Belastung und mehr Lebensfreude für Alleinerziehende mit dem Elterntraining „wir2“

 

Gütersloh, 1. Februar 2018 – Rund 1,6 Mio. Frauen und Männer in Deutschland ziehen ihre Kinder alleine groß* – und immer mehr fühlen sich dadurch stark belastet und werden krank. Genau hier setzt das Bindungstraining „wir2“ der Walter Blüchert Stiftung an. Es hilft Alleinerziehenden, Selbstvertrauen zurückzugewinnen und eine liebevolle Beziehung zu ihren Kindern zu pflegen. Mehr als 1.000 Mütter und Väter haben an dem wissenschaftlich bestätigten und für die Alleinerziehenden kostenlosen Programm bereits teilgenommen. Es ist bundesweit an mehr als 30 Standorten verfügbar – seit Kurzem auch in Kassel.

 

„Vielen Alleinerziehenden gelingt ein funktionierendes Familienleben, obwohl sie sich häufig überfordert fühlen und allein gelassen sind. Einer großen Zahl, Experten schätzen bis zur Hälfte, gelingt das aber nicht – und genau denen wollen wir mit `wir2´ helfen“, so Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der in Gütersloh ansässigen Walter Blüchert Stiftung.

 

„wir2“ ist ein spezielles Angebot für alleinerziehende Mütter und Väter von Kindern im Vor- und Grundschulalter. Gemeinsam mit mehr als 20 Kooperationspartnern – von örtlichen Jugendämtern und Jobcentern über Familienzentren, Kitas, Kliniken und Krankenkassen bis hin zu Wohlfahrts-verbänden und Bürgerstiftungen – bietet die Walter Blüchert Stiftung das Programm bundesweit inzwischen an mehr als 30 Standorten an. In dem 20 Sitzungen umfassenden Training mit begleitender Kinderbetreuung können sich die Teilnehmer über Probleme austauschen und unter Anleitung zertifizierter Gruppenleiter/-innen lernen, belastende Alltagssituationen besser zu bewältigen. Dabei spielt die Vorbeugung von körperlichen und seelischen Erkrankungen eine wesentliche Rolle.

 

„Aus vielen Untersuchungen wissen wir, dass Alleinerziehende überdurchschnittlich häufig von Armut, aber auch von gesundheitlichen Problemen wie Sucht, Burn-out und Depression betroffen sind“, erläutert der Arzt und Psychoanalytiker Prof. Dr. Matthias Franz von der Universitätsklinik Düsseldorf. Deswegen werden die Alleinerziehenden auch im Leitfaden Prävention des Spitzenverbandes der GKV und im neuen Präventionsgesetz ausdrücklich als wichtige Zielgruppe genannt. Franz, der das „wir2“-Programm entwickelt hat: „Nur rund 20 Prozent aller Trennungen verlaufen einigermaßen respektvoll, alle anderen mehr oder weniger strittig. Das hat gravierende Folgen für das Selbstwertgefühl der Betroffenen und den emotionalen Umgang mit ihren Kindern“, so Franz. „`wir2` hilft ihnen, wieder Zugang zu ihren Gefühlen zu finden und dadurch auch besser auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen zu können.“   

 

„wir2“ wirkt – wissenschaftlich bestätigt

 

Wissenschaftliche Studien bestätigen die Wirksamkeit des Programms: So zeigte sich bei den Teilnehmern ein statistisch signifikanter und nachhaltiger Rückgang psychosomatischer Beschwerden wie Depressionen und chronische Schmerzen. Auch kindliche Verhaltensauffälligkeiten nahmen deutlich ab. „wir2“ erfüllt alle Qualitätskriterien eines modernen Präventionsprogramms im Bereich früher Familienhilfen und ist unter anderem in der höchsten Evidenzkategorie der Grünen Liste Prävention aufgeführt.

 

Auch Kassel bietet das Elterntraining künftig an

 

In Kassel soll das Elterntraining künftig in zwei Familienzentren der Stadt angeboten werden. Für das am vergangenen Freitag offiziell gestartete Pilotprojekt kooperiert die Stadt mit dem Verband der Ersatzkassen e. V., Landesvertretung Hessen, mit seinen Mitgliedskassen Techniker Krankenkasse (TK), BARMER, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse – KKH, Handelskrankenkasse (hkk) und der HEK - Hanseatische Krankenkasse. Die genannten Ersatzkassen vertreten in Hessen fast die Hälfte aller gesetzlich Krankenversicherten. Im Kasseler Projekt findet die Förderung bundesweit erstmals auf Basis des im Jahr 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetzes statt. Dieses sieht als eine Maßnahme zur Gesundheitsförderung und Prävention unter anderem die Förderung von evaluierten Präventionsmaßnahmen für Alleinerziehenden im kommunalen Setting vor.

 

Weitere Kooperationspartner gesucht

 

„Wir freuen uns sehr, mit der Stadt Kassel und dem vdek weitere engagierte Partner für `wir2` gewonnen zu haben“, so Prof. Dr. Gunter Thielen anlässlich des offiziellen Projektstarts in der vergangenen Woche. „Jedes Jahr werden in Deutschland rund 160.000 Kinder zu Trennungskindern. Viele von ihnen leiden unter dieser familiären Situation. Der Bedarf ist also groß und ständig weiter steigend. Deswegen wollen wir `wir2` weiter ausbauen und an möglichst vielen Standorten anbieten. Weitere Kooperationspartner zur Umsetzung dieses Plans sind uns daher herzlich willkommen.“

 

* Die Zahl bezieht sich auf Alleinerziehende mit Kindern unter zehn Jahren

 

Weitere Informationen über das „wir2“-Bindungstraining:

www.wir2-bindungstraining.de 

 

Grüne Liste Prävention:

http://www.gruene-liste-praevention.de/nano.cms/datenbank/programm/60

 

Über die Walter Blüchert Stiftung:

Die Walter Blüchert Stiftung hilft Menschen in Not dabei, ihr Potenzial zu entwickeln und erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das Stiftungsengagement reicht von der Förderung und Begleitung von Grundschulkindern über erfolgreiches Übergangsmanagement durch Schul- und Ausbildungsmaßnahmen, Hilfe für junge Flüchtlinge und Alleinerziehende bis zur Einbeziehung von Senioren als Mentoren für junge Menschen. Alle Programme der Walter Blüchert Stiftung verfolgen das Ziel, Zuwendung zu geben und die Betroffenen in ihren Kompetenzen und ihrem Selbstvertrauen zu stärken. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, System-Barrieren auch auf gesellschaftlicher Ebene zu überwinden – um sich selbst zu helfen, aber auch, um einen nachhaltigen Beitrag für Wirtschaft und Gemeinwohl leisten zu können.

 

Kommunikation Walter Blüchert Stiftung:
E-Mail: presse@walter-bluechert-stiftung.de Tel. 05241-17949-14

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